Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum für Betroffene und Angehörige bei Suchtproblemen mit Alkohol :: Thema anzeigen - Eine wahre Geschichte aus dem Shg Alltag.
Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum für Betroffene und Angehörige bei Suchtproblemen mit Alkohol  Foren-Übersicht


Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum für Angehörige und Betroffene
bei Suchtproblemen mit Alkohol

- anonymer Meinungsaustausch -
 



User befinden sich im Chat

 FAQFAQ   SuchenSuchen   MitgliederlisteMitgliederliste   BenutzergruppenBenutzergruppen   RegistrierenRegistrieren 
 ProfilProfil    Beiträge seit dem letzten Besuch LoginLogin 
 

Eine wahre Geschichte aus dem Shg Alltag.

 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum für Betroffene und Angehörige bei Suchtproblemen mit Alkohol Foren-Übersicht -> Information um und zu Alkohol, Alkoholismus und Co-Abhängigkeit
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
johnko
Gast





BeitragVerfasst am: Mo 26.07.2010 10:53    Titel: Eine wahre Geschichte aus dem Shg Alltag. Antworten mit Zitat

hallo
dieses wird mein letzter Beitrag hier im Forum sein.

die folgende Geschichte habe ich mal irgendwann für mich
selber aufgeschrieben um daraus zu lernen.


Herr Bierhenke hat schon lange psychische Probleme, hat auch schon einen Selbstmordversuch hinter sich .Herr b ist sehr aufbrausend und wird leicht aggressiv. Ob das jetzt von seinem
seit Jahren konstanten und in letzter zeit steigendem alk Konsum kommt? mag sein.
Herr b. besucht eine shg seit ungefähr einem Jahr. In eine shg geht man, wenn man eine Einsicht zu seinem alk Problem hat, oder wenn man Ärger mit der Polizei wegen alk am Steuer bekommen hatte .Herr b. wurde erwischt, als er betrunken gefahren war, er hatte sich vorher über etwas geärgert und der Schein war dann weg und nun musste, oder wollte er dann In eine shg, um seinen Führerschein wiederzuerlangen. nun sitzt er da rum in der shg , seit einem Jahr
und er trinkt .Herr b. fühlt sich nicht als richtiger alk, aber er hat immer Gründe zum trinken. Er hat zwei Töchter, die nicht bei ihm leben, die er über alles liebt, die aber nicht das machen, wie er sich das Vorgestellt hatte.
Sie geraten auf die schiefe bahnt. Herr b. gibt viel Geld für seine Töchter aus
Trotzdem machen sie nur mist. Für Herr b. ein Grund zum trinken. Er trinkt dann Zuhause
nach der Arbeit, ballert sich zu. Er hat seine Wut über das verhalten seiner Töchter nicht im griff und trinkt .Herr b. seine Freundin wurde übel beleidigt, von einer seiner Töchter und dann hat ihn seine Freundin vor die Wahl gestellt, entweder er bricht den Kontakt zu seiner einen Tochter ab, oder seine Freundin würde ihn verlassen. Er hat den Kontakt zur Freundin abgebrochen und sich für seine Tochter entschieden.
Darüber war er verzweifelt, über den Verlust seiner Freundin. Er hat
Sich betrunken, kam nicht klar mit der Situation. Immer wenn stress ist, betrinkt er sich
Er wird sehr wütend und hat kein Konzept wie er mit seiner Wut umgehen soll .es ist immer dasselbe. So erzählt er seine Geschichten über seine Wut und die dann folgenden Trinkgelage in der Gruppe .Herr b wird über alles mögliche schnell wütend, über Ausländer, über dies über das und jenes
Dann trinkt er. er weiß das das nicht ok ist. Er hält sich selbst für ein ar…..( )
Aber nicht für einen alk. alles wird gut. Herr b. trinkt nicht immer, oft tagelang oder
Wochenlang nichts, aber wenn er wütend über irgendwas ist, dann greift er zur Flasche.
In der letzten Zeit allerdings wurde es mehr mit dem Trinken. Er hatte zwei Wochen durchgetrunken. In der shg haben sie sich seinen Geschichten über seine Wut und
Seine dann folgende Trinkerei oft kommentarlos angehört. Wut und trinken. Immer dasselbe.
Einer meinte in der shg, das er sich nur eine Bestätigung für seine trinkgründe in
Der shg hole. Er würde in der shg nicht bestraft für sein verhalten und kann dann immer so weitermachen.
Er gehöre mit seinem verhalten eigentlich in eine Therapie, aber Herr b. hält sich nicht für einen Richtigen alk und in eine Thera will er nicht.
. es sei nur jetzt so schlimm und bald würde alles besser .letztens war er betrunken in der shg und hat seine Geschichten erzählt, wie immer.
Er war wieder wütend, weil er jetzt so alleine ist, die Welt ist schlecht, wenn er doch nur nicht so alleine wäre, dann bräuchte er auch nicht zu trinken. Ist Herr b. ein richtiger alk, oder betreibt er nur Missbrauch? Das weiß keiner so genau. Er hat ein alk Problem, er trinkt zuviel, das steht fest. in der Gruppe bricht nun eine Diskussion los .es geht um dieses doofe Thema mit dem betrunken reden lassen in der Gruppe. Das geht doch nicht! das bringt ihm nichts!
Das stört die anderen! Er vergisst doch alles, was wir ihm hier sagen, er ist doch sowieso
betrunken. Alles wäre für die Katz. Das alles ist richtig. Es kommt der Einwand, dass er zwar das meiste nicht mehr weiß, nach seinem Rausgehen aus der Gruppenstunde, das wir aber wissen, was er uns erzählt hat. sollen wir ihm jetzt das reden verbieten? dann kommt er nicht
zurück in die Gruppe ,weil er beleidigt sein könnte. ja, das kann passieren. Einer meinte, das in einer Therapie Trinkgelage oder Rückfälle auch sanktioniert würden, sonst kapiert der Trinker nichts und glaubt dann, das sein verhalten so in Ordnung sei
. Einer meinte, das er doch so alleine ist und
In der Gruppe sein herz ausschütten kann, wo soll er überhaupt noch hin, außer hier? Er hat doch niemanden, ohne Anlaufstelle geht er doch unter, wir dürfen ihm diese letzte Insel nicht nehmen, lass ihn doch betrunken hier reden, er ist hier ehrlich und sagt, wenn auch betrunken, dinge, die er nüchtern nicht sagen würde.
Wenn er hier seine Geschichte erzählt hat, dann ginge es ihm anschließend besser .Herr b. hat schon oft seine Geschichten erzählt und garnichts ist besser geworden. es ist alles noch schlimmer geworden.
Und nach dem betrunken Reden in der Gruppe, will er los und weiter trinken, aber Herr
B ist kein alk , es geht doch nur um den Führerschein. Er zeigt keine Einsicht.
Also ist er nur wegen dem Schein in der Gruppe und er trinkt. Kommt halt mal vor. .was ist eine shg?
Eine shg ist eine Veranstaltung bei der sich Menschen zum Austausch treffen um Erfahrungen
Zu teilen, die ihnen dabei helfen trocken zu bleiben. Es geht darum trocken zu bleiben.
Aber Herr b. trinkt und trinkt .was will er dort? er ist noch nicht so weit, sagen einige.
Einige sagen, dass er sich noch einkriegen wird, er wird aber erst sehr tief fallen müssen und alles wird dann doch noch gut zum Schluss. Das kann aber dauern. Andere wollen ihn in der Gruppe nicht dulden, er gehöre nicht in die Gruppe, weil er keine Einsicht zeige, er will doch trinken und wenn er doch in der Gruppe bleiben will, dann soll er die Klappe halten. Das mit dem Führerschein glaubt Herr b. bald selber nicht mehr. die Gruppe kann ihm nicht helfen, helfen lassen will er sich nicht durch eine thera, denn er ist ja kein richtiger alk. eigentlich kann er jetzt gehen. Er ist kein alk und hat kein Problem und das mit dem Führerschein hat er selber aufgegeben. Wenn Herr b. genervt von der Arbeit nach Hause kommt ,weil er gerade mal wieder Ärger mit seinem Chef hatte, gegen den er klagen musste ,weil der ihn ungerechtgertigter weise vor die Tür gesetzt hatte und dann doch wieder einstellen musste,
Und seine Tochter ihn nervt, weil die verschuldet ist, dann bleibt ihm oft nur die Wahl zum
Lidl zu gehen und sich Bier und eine Flasche Wodka zu besorgen. So sitzt er dann an seinem Tisch und es gibt nur zwei Lösungen für sein Problem. Nämlich links die Wodkaflasche und rechts das Bier. er hat es nicht gelernt, oder er hat es verlernt, die andere Lösung für ihn zu finden, er hat keine Strategie(mehr). man kann ihm nicht böse sein, wir alle, auch gerade die trockenen alks haben unsere Schmerzgrenze, wo der Griff zur Flasche die einzige Lösung ,zu sein scheint und der Normalbürger macht das sowieso .es ist normal ,sich mal einen zu trinken ,wie viele machen das, wenn einem das Wasser bis zum Hals steht? Machst du das nicht? irgendwann wird Herr b. an einen punkt kommen, wo es nicht mehr darum geht, sich sein Problem wegzutrinken, irgendwann wird es auch darum gehen, diesen unwiderstehlichen Drang, trinken zu müssen, zu befriedigen. Es geht dann nicht ausschließlich mehr ums Problem, es geht darum, betrunken zu sein. Herr b. ist kurz davor, das es genauso kommt oder ist es schon soweit? wer kann das beurteilen? Es gibt diese wunderschönen text. Irgendwann wird das fortlaufen vor dem Problem schlimmer sein, als das Grund, warum wir fortgelaufen sind .Herr b. lernt jetzt seine Trinkgründe zu rechtfertigen, den es war früher ok zu trinken, dann muss es auch in Zukunft ok sein. Er rechtfertigt sich vor sich selbst. Herr b.lernt . Er lernt, dass es ihm besser geht, wenn er trinkt, wenn er ein Problem hat. …………………………………..
Nach oben
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum für Betroffene und Angehörige bei Suchtproblemen mit Alkohol Foren-Übersicht -> Information um und zu Alkohol, Alkoholismus und Co-Abhängigkeit Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht teilnehmen.



Impressum


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
Deutsche Übersetzung von phpBB.de