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Komasaufen: Einer war erst 13

 
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Christa
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Anmeldedatum: 29.04.2006 09:04
Beiträge: 6973

BeitragVerfasst am: Mo 26.04.2010 06:39    Titel: Komasaufen: Einer war erst 13 Antworten mit Zitat

Die Alkoholexzesse bei Jugendlichen nehmen kein Ende. Am Wochenende hatten die Notaufnahmen in Traunstein und Bad Reichenhall wieder Großalarm. Die Mädchen und Buben, die sich bewusstlos getrunken hatten, sind zwischen 13 und 17 Jahre jung. „Leider sind das keine Einzelfälle“, stellt Hans Stopperich, der Leiter der Techniker Krankenkasse Südostbayern, fest.

Schauplatz Traunstein: Um 22 Uhr wurde der Polizeiinspektion Traunstein am Samstag ein bewusstloses Kind im Stadtgebiet gemeldet. Es handelte sich um einen 13 Jahre alten Ruhpoldinger, der aufgrund seines erheblichen Alkoholkonsums – er hatte 2,2 Promille – gestürzt war. Der Bub war nicht ansprechbar und wurde mit einer Alkoholvergiftung ins Klinikum Traunstein eingeliefert, wo er auf der Intensivstation betreut wurde. Wenig später hatte sich ein 15-jähriges Mädchen aus Traunreut ebenfalls bewusstlos getrunken. Es lag am Traunufer, kam jedoch bald wieder zu sich, musste aber den Rausch im Krankenhausbett ausschlafen.

Schauplatz Bad Reichenhall: Drei 17-jährige und ein 14-jähriger Reichenhaller hatten sich am Samstagabend im Rupertuspark getroffen, um dort zu feiern. Dafür füllten sie sich hochprozentigen Wodka in Saftkartons ab. Das Trinkgelage geriet außer Kontrolle, da der 14-Jährige und einer der 17_Jährigen aufgrund ihrer starken Alkoholisierung zusammenbrachen. Glücklicherweise verständigten ihre Freunde die Polizei, die gemeinsam mit dem BRK anrückte. Beide Jugendliche wurden mit Alkoholvergiftungen ins Krankenhaus eingeliefert.

Immer mehr Jugendliche betrinken sich bis zum Vollrausch. Dieses zentrale Thema im Jahrbuch Sucht wird durch die Statistik eindrucksvoll untermauert. So mussten im Jahr 2008 rund 27 000 junge Menschen im Alter von 10 bis 19 Jahren im Krankenhaus behandelt werden, weil sie zu viel Alkohol getrunken hatten. Das sind zehn Prozent mehr als im Jahr zuvor und fast drei Mal so viel wie im Jahr 2000.

Das zeigt eine Auswertung von Daten der Statistischen Landesämter durch dpa-RegioData. Im Vergleich der 413 Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland liegt Bamberg auf dem traurigen Spitzenplatz. Von den rund 6300 Einwohnern der Stadt im Alter von 10 bis 19 Jahren mussten 2007 und 2008 insgesamt 115 mit einem Vollrausch stationär versorgt werden. Das sind im Jahresdurchschnitt neun von tausend Heranwachsenden.

Nicht ganz so schlimm ist es in der Region, aber die heimischen Landkreise liegen über dem Bundesschnitt, der bei drei von tausend Heranwachsenden (in Bayern 3,6) liegt. In den Landkreisen Traunstein und Altötting sind es vier, im Berchtesgadener Land 3,7, in Mühldorf 3,1.

„Im Raum AltöttingTraunstein-Berchtesgaden hat sich die Zahl der Alkoholvergiftungen unter Jugendlichen zwischen 2006 und 2009 verdoppelt“, teilte die Techniker Krankenkasse (TK) in Bezug auf eine Krankenhausstatistik der Ersatzkassen mit. Im vergangenen Jahr wurden deswegen 43 ersatzkassenversicherte Jugendliche in eine Klinik eingewiesen. Vor vier Jahren waren es 22.

Hans Stopperich plädiert dafür, die Aufklärung rund um das Thema Alkohol als gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu sehen. „Jeder kann dazu beitragen, dass unsere Jugend erkennt: Es ist cool, keinen Alkohol zu trinken.“ Der SüdostbayernChef kritisierte außerdem, dass manche Alkoholhersteller den Konsum von alkoholischen Getränken im Rahmen ihrer Werbemaßnahmen verharmlosen. Außerdem würden zahlreiche Betroffene die Gefahr einer Alkoholvergiftung unterschätzen: 2009 verließ jeder zehnte jugendliche Patient das Krankenhaus entgegen des ärztlichen Rates.

Wenn Kinder und Jugendliche zu Alkohol greifen, endet das immer häufiger in der Notaufnahme. Zugleich gibt es aber weniger Jugendliche, die überhaupt regelmäßig Alkohol trinken. Das geht aus einer anderen Statistik, nämlich der Drogenaffinitäts-Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung aus dem Jahr 2009 hervor.

„Die Konsummuster klaffen immer weiter auseinander – ein Phänomen, das wir auch bei anderen Drogen beobachten“, sagt Rainer Thomasius, Leiter des Deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

Ob Jugendliche dazu neigen, sich gezielt stark zu betrinken, hängt von verschiedenen Faktoren ab: „So sind zum Beispiel Jugendliche mit einem niedrigen sozialen Status, die besonders impulsiv und neugierig sind, insgesamt häufiger betroffen“, sagt Suchtexperte Thomasius. „Auch, wenn in der Clique oder im Elternhaus besonders viel Alkohol getrunken wird, erhöht sich das Risiko für die Jugendlichen.“ Daneben spiele auch eine Rolle, ob die Jugendlichen überhaupt genug Geld zur Verfügung haben, um sich Alkohol in großen Mengen kaufen zu können.

Quelle: http://www.chiemgau-online.de/portal/lokales/trostberg-traunreut_Komasaufen-Einer-war-erst-13-_arid,312602.html
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