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Gefahrenquelle.......wenn mir alles EGAL ist

 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum für Betroffene und Angehörige bei Suchtproblemen mit Alkohol Foren-Übersicht -> Grundbausteine für Alkoholiker
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Oleander
Gast





BeitragVerfasst am: Mo 01.06.2009 14:40    Titel: Gefahrenquelle.......wenn mir alles EGAL ist Antworten mit Zitat

Hallo,

jetzt habe ich mal eine Frage an die Allgemeinheit!

Als trockene Alkoholiker haben wir viele Strategien entwickelt auch
dauerhaft trocken zu bleiben. In erster Linie über Lebensveränderungen
und ganz genaues beobachten. Was tut mir gut, was nicht! Immer
wieder hinterfragen, warum bin ich jetzt unzufrieden, was möchte ich
ändern um zufrieden zu sein!

Jeder von uns hat irgendwie seinen Notfallkoffer geschnürt und packt
ihn wenn nötig auch aus!

Mir fällt immer wieder mal auf das ich an meine Grenzen stosse wenn ich
in einer IST-MIR-DOCH-ALLES-EGAL-STIMMUNG bin!

Ich habe Strategien für Stimmungstiefs und auch für euphorische Phasen,
aber für diese "Schei..egal-Stimmung" fällt mir nicht wirklich was richtiges
ein. Wenn ich in so einer Phase stecke, gehe ich erstmal hin und sage mir,
da schlaf ich erstmal drüber, wer weiß was morgen ist. So habe ich mich
zumindest schonmal bis zum nächsten Tag "gerettet". Am nächsten Tag
ist diese Stimmung entweder weg oder aber nicht und dann spiele ich den
Gedanken wirklich bis zum Ende durch, Was wäre wenn ich wieder trinke!
Ich hinterfrage was soll der Alkohol für mich tun und was kann er für mich
tun! Bisher hat das so auch immer irgendwie hingehauen kommt mir aber
nicht wirklich gut vor dieses Handling, zumal das wahrscheinlich auch nur
solange funktioniert wie ich wirklich keinen Alkohol in Reichweite habe.

:roll:

Wie geht ihr denn da mit um?

Viele Grüße

Ole
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KaterKarl
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Anmeldedatum: 21.04.2009 03:04
Beiträge: 319
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: Mo 01.06.2009 15:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ole,

Ich habe eigentlich eine ähnliche Stategie. Schlafen, ablenken, beschäftigen. Meine Wohnung habe ich vor zwei Jahren zur Alkoholfreien Zone gemacht, in der ich mich immer wieder sicher zurück ziehen kann.
Ich denke wichtig ist in solchen Phasen sich immer klar zu machen was passiert wenn ich jetzt trinke, welche Folgen hat das. Und das machst Du ja.
Ich sage mir dann immer, gut trinke jetzt was, Du hast den Moment dann Spass und wenn ich dann weiter nachdenke wie es dann weitergehen würde, wenn meine gespeicherten Erinnerungen wach werden, wo ich damals war, wie es mir ging, welche Schmerzen ich hatte, wieviel Menschen ich enttäuscht habe, was ich alles verloren habe usw. dann möchte ich so kein Spass haben. Und ich will da auch nicht mehr hin!!!

Das hört sich alles einfach an aber ist meine Strategie und hilft mir an solchen Tagen.

Ich hoffe Du hast nicht einen solcher Tage heute.
Aber auch dafür ist doch das Forum da.

Rene'
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Johanna
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Anmeldedatum: 15.01.2009 00:01
Beiträge: 1263
Wohnort: zwischen Bergen und Seen

BeitragVerfasst am: Mo 01.06.2009 18:28    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Ole,

wir sprachen ja schon darüber...auch ich sehe in der "*egal-Stimmung" eine große Gefahr.
Denn auch wenn ich dann daran denke, wie es weitergeht, wenn ich etwas trinke...ist mir das ja dann auch *egal :?

Das sinnvollste ist wohl, gar nicht erst in diese Stimmung zu kommen...hm.

Bin gespannt, was die anderen noch dazu sagen.

Liebe Grüße
Johanna
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Oleander
Gast





BeitragVerfasst am: Mo 01.06.2009 18:55    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Johanna,

Zitat:
Denn auch wenn ich dann daran denke, wie es weitergeht, wenn ich etwas trinke...ist mir das ja dann auch *egal


Ja, das ist wohl wahr. Erstmal ist mir ja alles total egal, deshalb finde
ich es auch extrem wichtig meine alkoholfreie Zone zu haben, dieses
eine Nacht drüber schlafen habe ich mir angewöhnt, weil vieles am
nächsten Tag etwas anders sehe, es ist mir plötzlich nicht mehr egal
sondern es wird wichtig oder unwichtig. Manchmal fehlt mir einfach nur
der richtige Abstand um einen vernünftigen Blickwinkel zu bekommen.

Das Problem sehe ich wirklich auch darin wenn ich mich mehrere Tage
ununterbrochen in so einer *egalstimmung befinde und das habe
ich zum Glück schon sehr lange nicht mehr gehabt.

VG

Ole
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Oleander
Gast





BeitragVerfasst am: Mo 01.06.2009 18:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo René,

Zitat:
Ich hoffe Du hast nicht einen solcher Tage heute.


Nein, ich habe heute nicht so einen Tag! Ich hatte das am Samstag
und es fällt mir immer noch schwer mich dann auszutauschen. Ich
will dann auch erstmal alles nicht, so wie ein trotziges Kind was einfach
nur strampelt und immer nur NEIN ruft. Da muss ich noch dran arbeiten,
weil es ist wie immer im Leben: Nur sprechenden Menschen kann geholfen
werden!

VG

Ole
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andromeda
Gast





BeitragVerfasst am: Mo 01.06.2009 19:03    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Ole ...


es ist verdammt viel , was du gerade ändern magst.
Eigentlich sollte man so wenig wie möglich gerade in dem ersten Jahr der Trockenheit verändern.

Du legst aber eines nach dem Anderen hin ...

Geht noch mehr ... ich glaub nicht .

Überforderungen sind - zumindest für mich - wirklich klassische Gefahrensquellen .
Ich denke dann im Kreis versuche noch die Stubenfliege Tinka in meinen Versorgungsplan zu integrieren ...
was natürlich auch nicht geht .
Und dann ist schnell scheitern , ich komme nicht weiter ... ist so wieso alles egal ...
Ich krieg nicht alles unter einen Hut .
Dann kommt ein Einwand von B und noch einer von C ...

Und dann bin ich in der guten Schussstimmung ...


Achte gut auf dich , Ole.

LG Doris
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Oleander
Gast





BeitragVerfasst am: Mo 01.06.2009 19:14    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Doris,

manche Dinge müssen parallel laufen, zumindest für mich. Mir fehlt
sonst die nötige Sicherheit. Stimmt stellenweise bin ich überfordert,
allerdings bin ich jetzt fast 2 Jahre abstinent und kann und will mich
auch nicht ein Leben lang in Watte packen. Für mich finde ich Unter-
forderung oder Ausharren viel brenzliger.

Ich versuche gut auf mich zu achten und dazu gehört für mich auch
Lücken in meinem System zu hinterfragen. Außerdem achte ich darauf
das ich mich nicht permanent überfordere und mir meine Auszeiten
gönne.

VG

Ole
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KaterKarl
Topuser
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Anmeldedatum: 21.04.2009 03:04
Beiträge: 319
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: Mo 01.06.2009 19:19    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke solche Tage sind normal und werden immer wieder kommen, egal wie lange man Abstinent ist. Diese unangenehmen Tage haben "die Normalen" doch auch. Man muß nur lernen wie gehe ich damit um. Alte Gewohnheiten, gerade die die sich aufs Trinken beziehen, die müßen wir ablegen. Und Ole so wie Du das machst ist schon ein guter Weg. Mir hilft es jedenfalls.

Rene'
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andromeda
Gast





BeitragVerfasst am: Mo 01.06.2009 19:58    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Stimmt stellenweise bin ich überfordert,



Ich gebe einfach zu bedenken , dass Rom auch nicht an einem Tag erbaut wurde .

Der Weg ... du weisst es ja .... der wird nicht kürzer , wenn du rennst .

Achte wirklich gut auf Dich .

Ich bekomme " ÜBERFORDERUNGEN" dann ganz plötzlich so als Bumerang zurückgeworfen ....


Ich denke an Dich
Schwitz --- hoffe es war jetzt so OK alles ......... SCHWITZ ......

GAnz liebe Grüße


Doris
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Tara
Gast





BeitragVerfasst am: Mo 01.06.2009 23:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ole,

ich kann mich grad schlecht reinversetzen in deine Situation, denn dieses Gefühl hab ich das letzte Mal beim Trinken gehabt, danach nie wieder.

Zitat:
Das Problem sehe ich wirklich auch darin wenn ich mich mehrere Tage
ununterbrochen in so einer *egalstimmung befinde


Hast du denn therapeutische Hilfe, mit der du diese gefährlichen Gefühle aufarbeiten kannst? Im Vorfeld ändern lernen kannst? Oder vielleicht daran arbeiten, dass sie erst garnicht mehr entstehen?

Ich denke, wenn wir unser (endlich zurückgewonnenes!!!) Leben als eine Kostbarkeit ansehen, kann so ein Gefühl eigentlich nicht mehr auftauchen!

Seitdem ich nüchtern bin, ist mir mein Leben keine Sekunde mehr egal....

Wünsch ich dir auch,


Liebe Grüsse,

Tara
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KaterKarl
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Beiträge: 319
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: Mo 01.06.2009 23:34    Titel: Antworten mit Zitat

Stimmt...!

Ich nenne diese Stimmung "Null-Bock-Stimmung" (so hat jeder seine eigene Bezeichnung). Nur diese Stimmung bedeutet für mich, ich ziehe mich zurück in mein Schneckenhaus, liege auf mein Sofa und mache nichts. Allerdings kommen mir in solchen Momenten keine Gedanken ans Trinken. Ich nutze diese Stimmung dann eher zum abschalten.

Rene'
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Mikael
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BeitragVerfasst am: Sa 31.03.2012 13:30    Titel: Antworten mit Zitat

ist zwar schon ne weile her, als das hier gepostet wurde, aber mir fällt gerad was dazu ein.
Ich habe solche *egal-Stimmungen, wenn ich mich gerade irgendworüber ärgere, mir etwas auf den Zeiger geht, ich wütend bin, oder auch wenn ich mich beleidigt fühle, oder auch wenn ich ganz euphorisch bin, also alles in allem, wenn ich überstarke Gefühle habe.
Ein Rezept habe ich nicht. Muß man auch nicht immer haben. Ich denke, hier, geht es in erster Linie darum, zu sehen und zu zeigen, daß man nicht alleine ist, mit diesen Dingen. Gutgemeinte "Besserwisserratschläge" würden mich an dieser Stelle nur wieder ärgern, beleidigt fühlen lassen, ect. und dann hammers wieder soweit...
hm...vielleicht ne kalte Dusche...in meinem Fall. ;-)
2 Jahre (mittlerweile wären es ja 4) sind ja schon gewaltig viel (finde ich), kann das da mit dem zu schnell sein, was Du, Doris, meintest, wirklich passen?
Ich würde auch gerne anfangen, ein paar Dinge an mir zu verändern, nach 2 Jahren. Eigentlich sogar viel früher.
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Max
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Beiträge: 3020
Wohnort: Land Brandenburg

BeitragVerfasst am: Sa 31.03.2012 22:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Mikael, ich weiß nicht ob es ein Zufall ist, denn eigentlich glaube ich ja nicht an Zufälle, aber ich habe gerade Heute an dich gedacht, mir was von deiner Musik angehört und mich gefragt warum du schon so lange nichts geschrieben hast.

Ich denke diese Stimmung hat jeder mal von uns, ob es ihm nun im allgemeinen gut geht oder nicht.
Jeder sollte aber dabei aufpassen dass sie nicht überhand nimmt, denn dann könnte man doch schon in eine Depression abrutschen.

Wenn ich mich mal so fühle, dann versuche ich mich ganz schnell wieder aufzubauen, und halte mir vor Augen dass es mir doch eigentlich sehr gut geht, ich keinen Grund habe mich zu beklagen.

Du hast bestimmt auch einige Dinge die du als Selbstverständlich ansiehst, obwohl es doch was besonderes ist.
Für mich ist es schon was besonderes meine Sinne nutzen zu können, denn manche können morgens nicht die Vögel zwitschern hören oder vielleicht auch nicht sehen.
Wir sollten lernen Dankbar dafür zu sein was wir haben und nicht immer dem hinter trauern was wir nicht haben.

Detlef
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Mikael
Topuser
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Anmeldedatum: 01.03.2010 12:03
Beiträge: 525

BeitragVerfasst am: Sa 31.03.2012 23:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Max,
was Du sagst stimmt schon - die Dinge sehen, die gelingen, nicht nur das festhalten, was nicht gelingt. Ich bin dankbar dafür, daß ich so viele Lebensjahre gut und gesund leben durfte, vieles was andere erlebt haben habe ich nicht erleben können, dafür habe ich anderes erlebt, was andere nicht erleben konnten, unzufriedenheiten kann ich recht gut in den Griff bekommen, wenn ich auf Abstand gehe + mir das ganze Paket anschaue, was letztlich doch ein schönes Geschenkpaket ist.
Unschöne Emotionen + Launen tauchen allerdings trotzdem immer wieder auf, ich schätze das ist eben so und jeder muß seine Mittel finden, da gut + unbeschadet durch zu gehen.

einen schönen Sonntag
Micha
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