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Desteny
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Anmeldedatum: 16.11.2009 16:11
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Wohnort: Bochum

BeitragVerfasst am: Di 14.01.2014 21:25    Titel: Selbsthilfegruppen Antworten mit Zitat

Wichtig finde ich , dass man eine Selbsthilfegruppe besucht.
Meine Erfahrung ist, dass dort Ansprechpartner sind wo man sich
verstanden fühlt, denn wo kann ich mich mehr verstanden fühlen als unter
Gleichgesinnten?
Oft kann es aber passieren, dass man sich in er ersten, zweiten oder dritten
Gruppe nicht wohlfühlt und die Suche aufgibt.
Das sollte man nicht tun, denn es gibt für jeden die passende Gruppe.
Ich persönlich hatte das Glück in einer Klinik zu entgiften wo sich Gruppen
vorstellten und konnte so die für mich passende finden.
Einige Gruppen sagten mir direkt nicht zu aber auch dort gibt es von den
jeweiligen Gruppen Unterschiede wie sie geführt werden.
Ich nehme jetzt einmal das Beispiel der Guttempler, die für mich gar nicht
gingen.
Mittlerweile konnte ich Gespräche führen, die meine Meinung über diese
Gruppe änderten und wo ich heute sage, dass ich heute auch für mich
sehe, dass sich ein Besuch dort lohnen würde.
Ich denke das gilt für alle Gruppen ob sie nun religiös geführt werden oder
nicht, es gibt für jeden das passende wenn man nur nicht aufgibt sich
umzuschauen.
Selbsthilfegruppen entwickeln sich immer weiter oder aber es entstehen
ganz neue Gruppen mit anderen Konzepten und Wegen.
Wichtig ist nur, dass man eine für sich findet.
Adressen findet man recht gut im Internet wenn man die jeweilige Stadt
eingibt sowie Selbsthilfegruppe und Alkoholsucht.
Aber auch Träger wie die Diakonie oder Caritas helfen bei der Suche nach
einer passenden Gruppe
_________________
Liebe Grüße
Desteny

*Meine innere Zufriedenheit ist eine Heimkehr zu mir Selbst*
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Max
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Anmeldedatum: 20.09.2008 12:09
Beiträge: 3020
Wohnort: Land Brandenburg

BeitragVerfasst am: Mi 15.01.2014 17:42    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn man in der ersten Zeit Probleme hat, die es zu besprechen gibt, ist es schon wichtig dass man sich verstanden fühlt, aber ich persönlich besuche seit 14 Jahren keine Gruppe mehr, weil ich mich im richtigen Leben auch nicht mit "Gleichgesinnten" treffe.
Das gehört bei mir zu meinem Konzept, mein Leben zu leben, wie jeder andere auch.
Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich im ersten Jahr gerne in diese Gruppe gegangen bin. Wenn die auch nach diesem Jahr, bis auf wenige Ausnahmen, ganz anders ausgesehen hat.
Es hatte mich schon ein wenig erschreckt, als ich gesehen habe, wie einer nach dem anderen wegen Rückfällen weggeblieben ist.
Und die am lautesten geschrien haben, ich nie wieder, und andere belehren wollten wie sie sich verhalten sollen, die waren zuerst weg.

Detlef
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cvlf
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Anmeldedatum: 19.11.2013 21:11
Beiträge: 80

BeitragVerfasst am: Mi 15.01.2014 20:24    Titel: Antworten mit Zitat

ich habe noch nie eine shg besucht, hier im forum tausche ich mich das erste mal aus.
vielleicht wäre vieles leichter gewesen wenn ich in eine gruppe gegangen wäre, ich habe mir das auch fest für das neue jahr vorgenommen mir mal ein oder zwei gruppen anzuschauen und mal einen eindruck zu bekommen wie es dort zugeht.
damals habe ich mich allerdings bewusst gegen eine gruppe entschieden, als ich trocken wurde hatte ich ganz andere probleme und das wäre mir vermutlich alles zu viel geworden. jetzt sehe ich das ein bisschen anders.
ich habe noch viel zeit mich mal umzugucken, aber auch jetzt stehen erst mal andere dinge an, die ich anpacken muss.

grüße
cvlf
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Maikaefer
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Beiträge: 9909

BeitragVerfasst am: Mi 15.01.2014 23:34    Titel: Antworten mit Zitat

Das erste halbe Jahr meiner abstinenz war das Forum hier meine
Selbsthilfegruppe.
Nach einem halben Jahr nach ich Kontakt zu der Suchtberatungsstelle auf und habe Einzelgesprächstermine angeboten bekommen.
Dieser haben mir sehr geholfen und gut getan.
Meine Suchtberaterin empfahl mir, eine Selbsthilfegruppe zu suchen
- oder zumindest mal schauen, ob mir das bekommen würde.

Die erste Gruppe passte nicht zu mir.
Habe dann eine andere Gruppe ausfindig gemacht, bin dort hingegangen
und fühlte mich gleich wohl dort.
Seit drei Jahren bin ich nun in dieser Gruppe.
Jeder Gruppenabend ist eine Bereicherung.
Für mein Leben.
Es finden sehr gute Gespräche statt.
Nehme auch gerne an gemeinsame Aktivitäten als auch Seminare teil.

LG
Maikäfer
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1000er
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BeitragVerfasst am: Sa 01.02.2014 00:07    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin froh, das ich damals ne Langzeittherapie gemacht habe, das war und ist mein Grundbaustein. Erst mal weg von allen Problemen und die Käseglocke obendrauf. Alles wird geregelt. Ein guter neustart. auch wenn es danach noch viele Schwierigkeiten gab.Heute habe ich Bezugspersonen, denen ich absolut Vertraue.

Ich war auch lange in einer Shg, aber die habe sich dort viel gegenseitig schön geredet und zum Schluss auch hinter dem Rücken. Alkoholiker sind auch oft Lügner/Erfinder, oder stehen nicht zu dem was sie sagen, oder tun, das liegt in der Krankheit mitbegründet. Sie werden in einer Shg nicht automatisch zu Wahrheitsaposteln. Aber ich möchte auch keinen Abhalten, wenn sich jemand dort wohlfült. warum nicht. Meine Erfahrung spricht ja nur für sich.
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morla
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Anmeldedatum: 09.06.2009 20:06
Beiträge: 2212

BeitragVerfasst am: Sa 01.02.2014 20:22    Titel: Antworten mit Zitat

in einer Shg muss ich mich aufgehoben und respektiert fühlen, sonst bringt es mir keine Heilung. Im Gegenteil.
Erst durch den Respekt der anderen, konnte ich irgendwann den Respekt vor mir selber finden. Gelassenheit lernen, statt mich immer nur wehren zu müssen. Alleine war ich dazu nicht in der Lage..und auch nicht durch Menschen in meinem Umfeld , die respektlos mit mir umgingen und meine eigene Respektlosigkeit zu mir..immer wieder bestätigten.

Ich habe verschiedene Shg ausprobiert und dabei verschiedne Erfahrungen gemacht. Alle waren wichtig, um mich selber besser kennen zu lernen.

Die Käseglocke in der LZT hat mir auch geholfen..aber vom realen Leben war es doch weit entfernt. Es war nicht einfach und ging auch nicht schnell, alles in mein reales Leben ein zu bauen.

lg morla
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1000er
Gast





BeitragVerfasst am: So 02.02.2014 00:12    Titel: Antworten mit Zitat

.....Meine Shg Gruppenleiterin sah verdammt gut aus, alle mochten sie und sie hatte jeden mit Respekt behandelt, war immer nett, aber die hatte keinen Plan. Wer hilft, oder helfen will, sollte sich gut auskennen, sonst ist das die größte Respektlosigkeit. Das ist dann eher so ein Ego Trip.
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Desteny
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BeitragVerfasst am: So 02.02.2014 15:07    Titel: Antworten mit Zitat

Daher sollte man sich auch verschiedene SHg´s anschauen 1000er, um für
sich die richtige zu finden und nicht in einer ausharren , in der man sich
eventuell nicht aufgehoben fühlt.


Zitat:
Ich war auch lange in einer Shg, aber die habe sich dort viel gegenseitig schön geredet und zum Schluss auch hinter dem Rücken. Alkoholiker sind auch oft Lügner/Erfinder, oder stehen nicht zu dem was sie sagen, oder tun, das liegt in der Krankheit mitbegründet. Sie werden in einer Shg nicht automatisch zu Wahrheitsaposteln. Aber ich möchte auch keinen Abhalten, wenn sich jemand dort wohlfült. warum nicht. Meine Erfahrung spricht ja nur für sich.


Das kann dort so gewesen sein, ist aber eher unüblich.
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Liebe Grüße
Desteny

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1000er
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BeitragVerfasst am: Mo 03.02.2014 12:00    Titel: Antworten mit Zitat

...das habe ich nicht gesagt, das ich mich dort nicht aufgehoben gefühlt habe. Aber ich war noch so abgstumpft, das ich die Falschheit dort nicht bemerkt habe. Ist immer so ne Sache, wenn man sich nur auf das Gefühlte bezieht. Daher ist das vielleicht auch nicht ganz richtig, wenn ich Sage, bleib dort, wenn du dich wohl fühlst. Es sind die kleine Dinge, die man leicht übersieht, auf die man achten sollte,wenn ein frisch trockener das überhaupt immer kann. . So wie damals eine "nette" Arbeitskollegin von mir, die ich eigentlich mochte, die mich nach einem Jahr Zusammenarbeit übelst übervorteil hatte. Es gab Signale, aber ich wollte das wohl nicht sehen,oder konnte das nicht sehen, ich hatte keinen Zugang. Jetzt mal so als Vergleich.
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Maikaefer
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BeitragVerfasst am: Mo 03.02.2014 12:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo 1000er,

ok, das ist deine Erfahrung mit einer Gruppe.
Es gibt eine vielzahl an Gruppen.
Vielleicht mal eine andere Gruppe ausprobieren?

Ich empfinde nicht trockene Alkoholiker als lügner oder unehrlich.
Zu meinen Trinkzeiten habe ich mich selber belogen - JA.
Habe mein Trinkverhalten verharmlost.

LG
Maikäfer
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1000er
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BeitragVerfasst am: Mo 03.02.2014 12:51    Titel: Antworten mit Zitat

.....abgestumpft auch im Sinne von richtig und falsch. (Nachtrag)

In eine Gruppe gehe ich nicht mehr, da der Alkohol bei mir nicht mehr im Vordergrund steht. Ich besuche die Jahresfeste (Lzt), da bin ich ganz gerne. Das reicht dann aber auch.
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Meeresrauschen
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Beiträge: 46

BeitragVerfasst am: So 07.08.2016 17:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hat hier jemand Erfahrungen mit den AA gemacht?

Ich überlege einer beizutreten aber hab etwas Angst davor.

Wird da hauptsächlich über Gott geredet?
Ich würde mich schon als gläubig bezeichnen aber bin momentan eher auf der Suche nach meiner Mitte wie man so schön sagt.

Würde mich freuen über Eure Antworten blume
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Ceres
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Beiträge: 8459

BeitragVerfasst am: So 07.08.2016 19:48    Titel: Antworten mit Zitat

Bei den AA wird nicht hauptsächlich über Gott geredet, sonst wären sie ja AG (Anonyme Gottgläubige). Sie sprechen über ihre Sucht und deren Bewältigung.
Allerdings haben sie einige strikte Regeln, eine recht straffe Organisation und sie bedanken sich bei Gott.
Wenn man die glaubensbezogenen Teile (die im Verhältnis klein sind) übergehen kann, kann man sich dort gut aufgehoben fühlen.

LG

Ceres
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Meeresrauschen
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BeitragVerfasst am: So 07.08.2016 21:53    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Abend Ceres,

was meinst du mit strikte Regeln?
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Desteny
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BeitragVerfasst am: Di 09.08.2016 07:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Meeresrauschen

Jede Selbsthilfegruppe hat Regeln ohne Regeln würde sie nicht funktionieren.
Das ist nicht nur bei denn AA so.

Wir zum Beispiel sind eine freie Gruppe, sprich wir gehören keinem Verband
an und haben uns einfach zusammengeschlossen weil wir Suchtkrank sind
oder unsere Angehörigen suchtkranke Partner oder Kinder haben.

Unsere Regeln sehen folgendermaßen aus um dir mal ein Beispiel von
Regeln in Gruppen zu geben:

1. Ehrlichkeit
2. Verschwiegenheit - alles gesagte bleibt in der Gruppe
3. Ausreden lassen - mit Handzeichen melden und nicht dazwischen reden
4. Probleme haben immer Vorrang
5. Respektvoller Umgang untereinander
6. Nicht hinter dem Rücken reden - sondern direkte Ansprache
7. In der " ICH " Form reden
8. Handy aus
9. keine Gruppenbildung in der Gruppe

_________________
Liebe Grüße
Desteny

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Meeresrauschen
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BeitragVerfasst am: Fr 12.08.2016 02:54    Titel: Antworten mit Zitat

uns was ist das für eine Gruppe?

Ein Diktator alle schweigen?

Handzeichen?
Sind wir in der Volkschule oder wie?

Respekt ist klar...aber hört sich sehr nach Bevormundung an ...nicht? :nana:
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Meeresrauschen
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Beiträge: 46

BeitragVerfasst am: Fr 12.08.2016 02:56    Titel: Antworten mit Zitat

keine Gruppenbildung in der Gruppe?

Ist das machbar?

Es wird immer jemanden geben der sich einer Person näher fühlt als der anderen...ist dann ein privater Kontakt zu unterlassen? Angle
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Desteny
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BeitragVerfasst am: Fr 12.08.2016 08:03    Titel: Antworten mit Zitat

Das sind Regeln, die alle Gruppenteilnehmer selbst gemeinsam aufgestellt
haben.
Ich erläutere dir das auch gerne warum das so ist.

Ehrlichkeit in der Gruppe ist das A und O um eine Vertrauensbasis zu
schaffen und diese auch zu erhalten.

Die Verschwiegenheit ist ein absolutes muss, alles gesagte bleibt in der
Gruppe und kommt nicht nach draußen.

Ausreden lassen und mit Handzeichen melden - ist sehr hilfreich bei Leuten
in der Gruppe, die andere unterbrechen oder dazwischen reden.
Das unterbindet das und verschafft Leuten, die sich mit dem reden
schwer tun ihren Raum ausprechen zu können ohne unterbrochen zu werden.

Bevor ein Thema angefangen wird, haben Problem von
Gruppenteilnehmern Vorrang. Das ist so weil man gerade deswegen auch
in die Gruppe kommt. Damit die Probleme ernstgenommen werden und
an erster Stelle stehen.

Der respektvolle Umgang ist ebenfalls ein A und O , da in einer Gruppe
alle Gesellschafts - Schichten vertreten sind. In der Gruppe sind alle
gleich und alle gehen dem entsprechend miteinander um.

Auch das nicht in den Pausen hinter dem Rücken geredet wird ist wichtig.
Alles was einen aufstößt in der Gruppe gehört auf den Tisch der Gruppe.
So verhindert man, dass sich jemand ausgeschlossen fühlt oder
Unfrieden aufkommt, sondern das man Probleme die auftauchen
gemeinsam in der Gruppe klärt werden.

In der "Ich" Form zu reden zeigt das man von sich redet. Seine
Erfahrungen teilt und ie "Ich" Form kommt nicht belehrend rüber und
macht den anderewn nicht klein, als würde man alles in der " DU" hast ,
"Du" musst Anrede sagen. Es klingt einfach besser zu sagen : Ich habe
oder ich würde.....

Handy aus - dazu muss ich wohl nichts erklären, dass erklärt sich von
selbst.

Eine Gruppenbildung in der Gruppe schließt andere Mitglieder am Tisch
aus. Wenn sich Grüppchen bilden ( wobei keine gemeinsamen Interessen
oder Freundschaften gemeint sind) sind andere immer außen vor und das
sollte in einer Gruppe nicht sein. Dann bespricht man Probleme oder die
Probleme andere im kleinen Kreis und nicht da wo sie hingehören auf den
Tisch der Gruppe. Grüppchen sondern sich auch schnell mal ab, was
gerade bei Neulingen auch die Rückfallgefahr erhöht da sie sich von der
Gruppe abspalten und nicht mehr offen reden.

Wie du siehst hat das absolut nichts mit einer Diktatur zu tun sondern mit
Regeln , die Sinn machen um abstinent zu bleiben, Vertrauen aufzubauen
und sich sicher fühlen zu können.
_________________
Liebe Grüße
Desteny

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Zuletzt bearbeitet von Desteny am Fr 12.08.2016 10:04, insgesamt einmal bearbeitet
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Dumpfbacke
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BeitragVerfasst am: Fr 12.08.2016 09:14    Titel: Antworten mit Zitat

Desteny hat Folgendes geschrieben:
Hallo Meeresrauschen

Jede Selbsthilfegruppe hat Regeln ohne Regeln würde sie nicht funktionieren.
Das ist nicht nur bei denn AA so.

Wir zum Beispiel sind eine freie Gruppe, sprich wir gehören keinem Verband
an und haben uns einfach zusammengeschlossen weil wir Suchtkrank sind
oder unsere Angehörigen suchtkranke Partner oder Kinder haben.

Unsere Regeln sehen folgendermaßen aus um dir mal ein Beispiel von
Regeln in Gruppen zu geben:

1. Ehrlichkeit
2. Verschwiegenheit - alles gesagte bleibt in der Gruppe
3. Ausreden lassen - mit Handzeichen melden und nicht dazwischen reden
4. Probleme haben immer Vorrang
5. Respektvoller Umgang untereinander
6. Nicht hinter dem Rücken reden - sondern direkte Ansprache
7. In der " ICH " Form reden
8. Handy aus
9. keine Gruppenbildung in der Gruppe


Hi Desty,

nachdem ich ja selbst GL bei einer SHG bin möchte ich auch mal was dazu sagen.

Im Prinzip haste mit allen Punkten recht.

Bei Punkt 3 wird es schwierig. Manchmal muss ich schon unterbrechen da es einfach Menschen gibt die gerne Alleinunterhalter spielen und die anderen sich dann überflüssig vorkommen. Aber mit Fingerspitzengefühl hab ich das im Griff.

Bei Punkt 9 ist es besonders schwierig. Auch ich habe zu manchen Mitgliedern einen engeren priv. Kontakt. Vor allem sind das auch Rentner und so haben wir einfach mehr Zeit um sich auch mal privat im Cafe zu treffen. Versuche das aber in der Gruppe nicht deutlich werden zu lassen. Versuche gerade wenn wir einen Neuzugang haben jeden gleichwertig zu behandeln. Er soll ja zuerst mal Vertrauen aufbauen aber nachdem das geschehen ist werden auch die recht lebhaft.

Ansonsten Danke Dir für Deine Aufstellung.
LG vom Peter :2006:
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Desteny
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BeitragVerfasst am: Fr 12.08.2016 10:03    Titel: Antworten mit Zitat

Lese mal mal meine Erklärungen zu den Punkten Peter großer Zwinkersmiley
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Desteny

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